Pisten- und Rettungsdienst

Im Dienste der Sicherheit: Die Patrouilleure

Winterliche Bergwelt – das ist eine Verheissung von Schnee, Sonne und frischer Luft. Lieber Gast, wir heissen Sie herzlich willkommen im Skigebiet von Arosa. Die Berge gehören zu unserer Natur. Jede Art von Schneesport in den Bergen sollte immer mit dem nötigen Respekt betrieben werden, denn es verbergen sich viele Schönheiten aber auch grosse Gefahren. Der Pisten- und Rettungsdienst der Arosa Bergbahnen garantiert Ihnen auf den markierten Pisten sehr grosse Sicherheit.

Schnee ist das Arbeitsumfeld der Patrouilleure. Die genaue Kenntnis seiner Eigenschaften bildet die Grundlage ihrer Tätigkeit. Patrouilleure sind ausgezeichnete Skifahrer. Sie zeichnen sich aber auch durch Belastbarkeit, Zuverlässigkeit und angenehme Umgangsformen aus.

Auf ihre Arbeit werden die Patrouilleure durch ein anspruchsvolles Ausbildungsprogramm vorbereitet, das vom Branchenverband Seilbahnen Schweiz getragen wird. In zusätzlichen Kursen können sie sich zu Pisten- und Rettungschefs weiterbilden.

Gefahren

Gefahrenquellen

Hindernisse auf der Piste oder am Pistenrand können ein Unfallrisiko darstellen. Die Patrouilleure beseitigen solche Gefahren. Sie polstern Skiliftmasten, sperren gefährliche Mulden, markieren mit gekreuzten Stangen fallenartige Hindernisse.

Lawinengefahr

Je nach Wetterlage und Schneedeckenaufbau können Lawinen entstehen. Eine Lawine darf unter keinen Umständen eine gesicherte Piste gefährden. Die Patrouilleure beugen in solchen Fällen vor, indem sie Lawinen künstlich auslösen. Die Sprengladungen werden aus dem Helikopter, mit dem Raketenrohr oder von Hand in die gefährlichen Hänge geworfen. Ist eine Piste von Lawinengefahr bedroht, bleibt sie gesperrt, bis die Gefahr durch künstliche Auslösung beseitigt ist.

Skipisten und Markierungen

Ski- und Snowboardfahren erfolgt grundsätzlich auf eigene Verantwortung. Die Arosa Bergbahnen AG sorgt jedoch auf ihren Pisten für ausreichende Sicherheit. Mit Markierungen, Abschrankungen und Hinweistafeln zeigen die Patrouilleure den Gästen, wo die Grenze der kontrollierten Pisten verläuft. Hier in Arosa sind die Pisten an beiden Rändern markiert. Auf den Markierungstafeln zeigen die Pfeile immer ins Zentrum der Piste.

Farben

Blau: Leichte Piste
Rot: Mittelschwere Piste
Schwarz: Schwere Piste

Präparation und Rettung

Der Pisten- und Rettungsdienst beginnt schon während den Nachtstunden mit der Sicherung und der Präparierung der Skipisten. Nach intensiven Schneefällen, begleitet durch stürmische Winde, ist es für die Sprengpatrouilleure und Pistenfahrzeuge oftmals nicht möglich, eine Sicherung vor Lawinen oder Präparationen einzelner Pisten durchzuführen. Ungenügende Sicht verhindert ein exaktes Auffinden der Sprengpunkte. Die Patrouilleure werden sich auf keinen Fall in lawinengefährdetes Gebiet wagen, wenn die Wetterverhältnisse dies nicht zulassen! Das Gleiche gilt für die Pistenfahrzeuge.

Klart das Wetter während den späten Abendstunden auf, werden die Pistenfahrzeuge schon kurz nach Mitternacht für ihre Arbeit aufgeboten. Die Patrouilleure nehmen ihre Arbeit beim ersten Tageslicht auf. Die Pistenverhältnisse werden in diesem Fall optimal sein. Der präparierte Schnee hat genügend Zeit, um hart zu werden. Die Piste wird praktisch den ganzen Tag über relativ glatt und griffig sein. Beim Skifahren und Snowboarden entstehen auf der Piste naturgemäss Wellen und Buckel. Solche Abnützungen werden von unserem Pistendienst täglich ausgeebnet. Dafür sorgen speziell ausgebildete Pistenfahrzeugfahrer. Perfekt präparierte Pisten stellen einen wichtigen Sicherheitsfaktor dar.

Für alle Schneesportler gilt somit Folgendes:

Die Natur und mit ihr auch die Wetterbedingungen sind so zu akzeptieren, wie sie sind!

Es gibt grundsätzlich keine schlechte Pistenpräparation! Der Pisten- und Rettungsdienst von Arosa setzt alle Hebel in Bewegung, um bei tausend verschiedenen Wettersituationen das Bestmögliche zu bieten!

Lieber Gast, wir bitten Sie, Ihre Fahrweise unbedingt den gegebenen Verhältnissen anzupassen.

Helfen und bergen

Wie bei jeder sportlichen Betätigung können auch beim Skifahren und Snowboarden Unfälle nie restlos ausgeschlossen werden. Passiert ein Unfall, leisten die bestens ausgebildeten Patrouilleure der Arosa Bergbahnen fachkundige Erste Hilfe. Sie sorgen für eine sichere, schonende Bergung des Verletzten – je nach Situation mit Rettungsschlitten, Bergbahn, Pistenfahrzeug oder Helikopter.

Technische Beschneiung

Ohne Schnee kein Wintersporttourismus!

Eine massvolle technische Beschneiung an geeigneten Standorten führt zu keinen negativen Auswirkungen auf die Umwelt. Eine im Auftrag der Seilbahnen Schweiz 1997 erarbeitete wissenschaftliche Studie hat dies klar belegt. Hier im Skigebiet Arosa verwenden wir ausschliesslich Wasser aus dem Überlauf des Trinkwassersystems. Dazu wird frische Arosa-Luft gemischt. Beides wird unter Hochdruck in die Luft geblasen. Der feine Wasserstaub kristallisiert während der Flugphase in der kalten Luft zu Schnee. Der so produzierte Schnee ist so sauber, dass man ihn mit gutem Gewissen essen kann!

Pro qm technisch erzeugtem Schnee werden zwischen 400 und 500 l Wasser benötigt. Der Stromverbrauch variiert je nach Beschneiungssystem, Wasserzufuhr und örtlicher Situation.

Die Projektierungs- und Baukosten für eine Beschneiungsanlage liegen bei rund 1 Mio CHF pro Kilometer beschneite Piste. Pro Pistenkilometer entstehen jährliche Betriebskosten von rund 30'000 CHF.

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